Warehouse Execution System

Wie kann ich die Zeit reduzieren die meine Staplerfahrer mit Suchen verbringen? 

Und wie stoppt man sie dauerhaft? 

Gibt es Möglichkeiten Ware schneller im Lager zu finden?

Es gibt mehrere Ansätze: von einfachen organisatorischen Maßnahmen bis zu technischen Systemen. Welcher der richtige ist, hängt davon ab wie tief das Problem sitzt.

Wer gelegentlich eine Palette nicht sofort findet, hat möglicherweise ein Ordnungsproblem. Wer täglich Stunden mit Suchen verliert, hat ein strukturelles Problem: Das System weiß nicht wo die Ware wirklich steht. Und das lässt sich nicht mit Aufräumen lösen.

Suchzeiten entstehen fast immer aus denselben Ursachen: Ware wird ohne Buchung umgestellt, das WMS zeigt veraltete Positionen, Fahrer arbeiten aus dem Gedächtnis statt aus verlässlichen Daten. Das Ergebnis ist ein Lager in dem jeder Fahrer sein eigenes mentales Modell pflegt und in dem neue oder vertretende Mitarbeiter von Anfang an verloren sind.

Welche L ösungen gibt es für Suchzeiten im Lager?

Nicht jede Situation braucht dieselbe Lösung. Hier ein Überblick der gängigen Ansätze mit einer Einschätzung wann welcher sinnvoll ist.


Feste Lagerplätze und ABC-Analyse

Der einfachste und schnellste Hebel. Schnelldreher kommen nach vorn, jeder Artikel hat einen definierten Platz, Gassen und Stellplätze werden klar beschriftet. Kosten: gering. Wirkung: sofort spürbar, aber begrenzt. Sobald das Lager wächst oder Prozesse unregelmäßig werden, reicht feste Platzzuordnung allein nicht mehr aus. 


Warehouse Management System (WMS)   

Ein WMS erfasst Lagerplätze und zeigt Fahrern per Scanner wohin eine Palette gehört. Es bringt Struktur und reduziert Suchzeiten deutlich, solange die Buchungen stimmen. Das grundlegende Problem bleibt: Jede Buchung ist ein manueller Eingriff, jeder manuelle Eingriff ist eine potenzielle Fehlerquelle. Ein WMS das auf fehlerhaften Scans basiert, zeigt trotzdem die falsche Wirklichkeit.


Klassisches Staplerleitsystem   

Leitet Fahrer per Display zum Zielort. Gut für strukturierte, vorhersehbare Prozesse. Weniger geeignet für dynamische Lager mit häufigen Umlagerungen oder chaotischer Lagerhaltung, weil die Auftragsverteilung oft nicht in Echtzeit auf die tatsächliche Fahrzeugposition reagiert.


Echtzeit-Ortung mit digitalem Zwilling

Das System weiß zu jedem Moment wo sich jedes Fahrzeug und jede Palette befindet, ohne dass ein Fahrer etwas scannen oder eingeben muss. Warenbewegungen werden automatisch erfasst, Aufträge werden in Echtzeit auf Basis der tatsächlichen Positionen verteilt. Suchzeiten entfallen nicht weil Fahrer besser suchen, sondern weil das System immer weiß wo alles ist.

Fazit: Die erste Option hilft bei leichten Problemen. Die zweite und dritte helfen bei mittlerer Komplexität. Die vierte ist die einzige die Suchzeiten strukturell eliminiert — nicht reduziert.

Was kosten Suchzeiten im Lager wirklich?

Suchzeiten fühlen sich im Alltag wie ein kleines Ärgernis an. In der Summe sind sie ein erheblicher Kostenfaktor. 

  • Die Rechenlogik ist einfach:
    Ein Staplerfahrer der täglich 45 Minuten mit Suchen verbringt, verliert pro Jahr rund 190 Arbeitsstunden. Bei einem Lager mit zehn Fahrern sind das 1.900 Stunden bezahlte Arbeitszeit die keine Wertschöpfung erzeugt. Bei einem Stundensatz von 30 Euro entspricht das rund 57.000 Euro pro Jahr allein an direkten Personalkosten. Hinzu kommen Folgekosten: längere Durchlaufzeiten, Lieferverzögerungen, erhöhter Verschleiß.
  • Der Verstärkereffekt bei Fachkräftemangel:
    Suchzeiten sind besonders teuer wenn Personal knapp ist. Jede Stunde die ein erfahrener Fahrer mit Suchen verbringt, ist eine Stunde die nicht für wertschöpfende Aufgaben zur Verfügung steht. Neue oder vertretende Mitarbeiter suchen noch länger, weil das Lager im Kopf erfahrener Kollegen steckt, nicht im System.
  • Was KI-basierte Auftragsverteilung dagegen leistet:
    Systeme die Fahraufträge in Echtzeit auf Basis tatsächlicher Fahrzeugpositionen vergeben, erzielen laut identpro-Praxisdaten Effizienzsteigerungen von 20–30 %. Das bedeutet: dieselbe Arbeit mit weniger Fahrten oder mehr Durchsatz mit demselben Team.

Wie funktioniert Echtzeit-Ortung im Lager und warum eliminiert sie Suchzeiten?

Ein klassisches WMS weiß wo eine Palette theoretisch stehen sollte. Ein Echtzeit-System weiß wo sie tatsächlich steht — in diesem Moment, auf den Zentimeter genau.

Der Unterschied klingt klein. Er ist fundamental.

identpro stattet bestehende Flurförderzeuge mit LiDAR-Sensorik aus. Die Fahrzeuge erfassen kontinuierlich ihre eigene Position sowie die Position der Ware die sie transportieren (mit einer Genauigkeit von ±10 cm, in Echtzeit, ohne dass ein Fahrer etwas tun muss). Aus diesen Daten entsteht in der Software ein digitaler Zwilling des Lagers: ein vollständiges, live aktualisiertes Abbild aller Fahrzeuge, Stellplätze und Warenpositionen.

Auf dieser Datenbasis arbeitet der KI-basierte Auftragsoptimierer. Er vergibt Fahraufträge nicht nach einem festen Schema, sondern auf Basis der tatsächlichen Situation: welches Fahrzeug steht wo, welcher Auftrag ist am dringendsten usw. Das Ergebnis sind kürzere Wege, weniger Leerfahrten und — vor allem — keine Suchzeiten mehr, weil das System jederzeit weiß wo sich jede Palette befindet.

Die Einführung erfordert keinen Umbau der Lagerhalle. Bestehende Fahrzeuge werden nachgerüstet, das System läuft über WLAN oder LTE und lässt sich über Standardschnittstellen an SAP EWM, SAP WM und andere ERP-Systeme anbinden.

Was Ihr System nicht weiß, suchen Ihre Fahrer.

Das lässt sich ändern — ohne Umbau, ohne neues WMS.

Wie haben andere Unternehmen Suchzeiten mit identpro eliminiert? 

ELA Container — Mobile Raum- und Gebäudelösungen 

ELA Container verwaltet rund 60.000 Container an 18 Standorten weltweit. Die Containerverwaltung lief manuell und ohne systemische Unterstützung, mit direkten Folgen: lange Suchzeiten, LKW-Wartezeiten von bis zu 2 Stunden an der Verladung, hoher Verwaltungsaufwand.

Nach der Einführung des WES von identpro arbeitet ELA suchfrei. Aufträge lassen sich ohne Rückfragen starten, Umwege entfallen, die Abfertigungszeiten sanken deutlich.

„Unser Fachpersonal kann sich nun auf das Wesentliche konzentrieren und verliert keine Zeit mehr mit Suchen.“ Michael Gerdes, ELA Container

JACO Grinding USA — Steinverarbeitung

JACO Grinding, ein US-amerikanisches Unternehmen für Steinverarbeitung mit zwei Produktionsstandorten in North Tonawanda, NY, hatte ein klassisches Suchzeitenproblem in extremer Form: Über 2.000 Container wurden intern fast ausschließlich manuell bewegt. 3–4 Mitarbeiter waren täglich ausschließlich damit beschäftigt, Container zu lokalisieren: keine andere Aufgabe, nur Suchen.

Als eine neue Produktionslinie geplant wurde, stand das Unternehmen vor einer klaren Rechnung: ohne systemische Lösung wären 10 zusätzliche Mitarbeiter nötig gewesen.

Nach der Einführung des Warehouse Execution Systems von identpro lief die neue Produktionslinie mit 2 Mitarbeitern statt 10. Der digitale Container-Kreislauf läuft vollständig transparent Füllstand, Artikelnummer, Produktionsauftrag und Reinigungshistorie jedes Containers sind jederzeit abrufbar, ohne manuellen Aufwand.

„The system completely transformed our company.“ Al Bluemle, CEO von JACO

Häufige Fragen zu Suchzeiten und dem WES

Was Entscheider typischerweise wissen möchten, bevor sie das Gespräch suchen.

Die Einführung des identpro WES erfordert keine baulichen Maßnahmen und keine aufwändige IT-Migration. Bestehende Fahrzeuge werden mit LiDAR-Sensorik nachgerüstet, das System geht in der Regel innerhalb weniger Wochen in den Live-Betrieb. Erste messbare Verbesserungen wie kürzere Suchzeiten oder weniger Leerfahrten sind unmittelbar nach dem Go-live sichtbar. Kunden berichten von einem ROI innerhalb von 12 bis 24 Monaten.

Ja. Die LiDAR-basierte Lokalisierung funktioniert sowohl in geschlossenen Hallen als auch im Außenbereich, unabhängig von Lichtverhältnissen, Temperatur oder Witterung. Das macht das System besonders relevant für Lager mit gemischten Umgebungen.

Ein klassisches WMS verwaltet Lagerplätze und steuert Buchungsprozesse. Es ist auf manuelle Eingaben angewiesen. Das Warehouse Execution System von identpro ergänzt das bestehende WMS oder ERP um eine Echtzeit-Ebene: automatische Positionserfassung, live aktualisierter digitaler Zwilling und KI-basierte Auftragsverteilung. Es ersetzt keine bestehende Software, sondern schließt die Lücke zwischen dem was das System denkt und dem was im Lager wirklich passiert.

Das System ist besonders wirkungsvoll in Lagern mit mehreren Flurförderzeuge, Schichtbetrieb und dynamischen Prozessen. Referenzen reichen von mittelständischen Produktionsunternehmen bis zu internationalen Betrieben mit tausenden von Lagereinheiten. Die Wirtschaftlichkeit steigt mit der Anzahl der Fahrzeuge und der Komplexität der Prozesse.

Sie kennen das Problem. Wir kennen die Lösung.

Suchzeiten entstehen weil das System nicht weiß wo die Ware wirklich steht und sie lassen sich eliminieren sobald das System es weiß. Unternehmen die Echtzeit-Ortung einführen, berichten nicht von weniger Suchzeiten. Sie berichten von keinen

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