Warehouse Execution System

Wie kann ich die Einarbeitung neuer Lagermitarbeiter verkürzen?  

Und wie kann Lager-Software dabei unterstützen?

Gibt es Möglichkeiten, neue Mitarbeiter schneller einsatzbereit zu machen? 

Ja, aber die Antwort hängt davon ab, wo das eigentliche Problem sitzt.

Wer neue Mitarbeiter hat, die nach zwei Wochen allein klarkommen, hat vermutlich ein Schulungsproblem. Wer aber immer wieder vier bis acht Wochen Anlernzeit einplanen muss, hat ein strukturelles Problem: Das Lagerwissen steckt in den Köpfen erfahrener Fahrer, nicht im System. Und das lässt sich nicht mit besseren Handbüchern oder mehr Buddy-Schichten lösen.

Lange Einarbeitungszeiten entstehen fast immer aus denselben Ursachen: Neue Fahrer müssen Lagertopografie auswendig lernen, Scan-Abläufe trainieren, Ausnahmefälle durch Beobachtung verinnerlichen. Gleichzeitig binden sie erfahrene Kollegen, die sie begleiten. Das ist doppelt teuer , wenn Personal ohnehin knapp ist.

Welche Ansätze gibt es, um Einarbeitungszeiten zu verkürzen?


Buddy-System

Der klassische Ansatz: Ein erfahrener Kollege begleitet den Neuen, die Einarbeitung wird in Phasen aufgeteilt. Kosten: auf den ersten Blick gering, mindern aber die effektive Arbeitszeit des erfahrenen Mitarbeiter. Wirkung: spürbar, aber begrenzt. Das Lagerwissen bleibt im Kopf und der nächste neue Fahrer beginnt von vorne.


E-Learning

Handbücher, Videos, interaktive Checklisten. Gut für Sicherheitsunterweisungen und allgemeine Prozesslogik. Hilft nicht dabei, ein konkretes Lager kennenzulernen. Jedes Lager ist anders, jede Halle ein neues Gedächtnismodell.


Systemgeführte Prozesse mit WES

Das Warehouse Execution System (WES) übernimmt die Navigation, die Aufgabenzuweisung und die Fehlervermeidung. Neue Mitarbeiter folgen Schritt-für-Schritt-Anweisungen auf dem Terminal: wohin fahren, was aufnehmen, wo absetzen. Das Lager muss nicht auswendig gelernt werden, weil das System es kennt. Die Einarbeitung reduziert sich auf das, was wirklich vorausgesetzt werden muss: das sichere Bedienen des Fahrzeugs.

Was kostet lange Einarbeitungszeit wirklich? 

Im Alltag fühlt sich eine Einarbeitungszeit von bis zu sechs Wochen wie ein unvermeidlicher Aufwand an. In der Summe ist sie ein erheblicher Kostenfaktor, besonders wenn Fluktuation hoch oder Personal knapp ist. 

  • Direkte Kosten: Ein neuer Fahrer der vier Wochen braucht, bis er alleine arbeitet, kostet in dieser Zeit Gehalt ohne volle Gegenleistung und bindet gleichzeitig einen erfahrenen Kollegen.
  • Fehlerkosten: In den ersten Wochen ist die Fehlerquote erhöht: falsche Stellplätze, Fehlbuchungen, Scanfehler. Korrekturen kosten Zeit, im schlimmsten Fall Lieferverzögerungen.
  • Verstärkereffekt bei Fluktuation: Lager mit hoher Personalrotation – Zeitarbeiter, Saisonspitzen, Standortwechsel – zahlen die Einarbeitungskosten immer wieder. Jeder neue Fahrer ist ein Reset.
  • Was systemgeführte Prozesse dagegen leisten: Wenn das WES die Navigation, Aufgabenzuweisung und Fehlerprüfung übernimmt, reduziert sich die Einarbeitungszeit in der Praxis auf Stunden statt Wochen.

Digitaler Zwilling in Echtzeit = Einarbeitung in Minuten, nicht Wochen

Das Ergebnis ist ein Lager, das neue Fahrer vom ersten Tag kennen.

Wie haben andere Unternehmen die Einarbeitung mit identpro verkürzt?

JACO Grinding USA — Steinverarbeitung

Bei JACO Grinding waren zuvor 3–4 Mitarbeiter täglich ausschließlich damit beschäftigt, Container zu lokalisieren. Nach der Einführung des WES lief eine neue Produktionslinie mit 2 Mitarbeitern statt den ursprünglich kalkulierten 10. Neue Mitarbeiter konnten produktiv eingesetzt werden, weil das System das Lagerwissen bereitstellte.

„The system completely transformed our company.“Al Bluemle, CEO, JACO Grinding

Warsteiner – Brauerei & Getränkeindustrie

Warsteiner setzt das WES von identpro für scanfreien Werksverkehr und Leerguthandling ein. Neue Fahrer erhalten Aufgaben und Navigation direkt über das Staplerterminal, ohne dass sie die Lagertopografie kennen müssen. Die Einarbeitung konzentriert sich auf das Fahrzeug, nicht auf das System dahinter.

Häufige Fragen zur Einarbeitung mit dem WES

In der Praxis berichten Unternehmen von einer Einarbeitungszeit von wenigen Stunden bis zu einem Tag für die Systembedienung. Die einzige Voraussetzung, die der Fahrer mitbringen muss, ist der Staplerschein und die Fähigkeit, das Fahrzeug sicher zu bewegen.

Ja, gerade das ist einer der größten Vorteile. Da das Lagerwissen im System liegt, sind Mitarbeiter ohne Vorerfahrung am jeweiligen Standort sofort produktiv einsetzbar. Das gilt auch beim Wechsel zwischen verschiedenen Standorten.

Ein klassisches WMS verwaltet Lagerplätze und ist auf manuelle Buchungen angewiesen. Das WES ergänzt das bestehende WMS oder ERP um eine Echtzeit-Ebene: automatische Positionserfassung, live aktualisierter digitaler Zwilling und geführte Aufgabenzuweisung. Es ersetzt keine bestehende Software, sondern schließt die Lücke zwischen dem was das System denkt und dem was im Lager wirklich passiert.

Das System ist besonders wirkungsvoll in Lagern mit mehreren Flurförderzeugen, Schichtbetrieb und dynamischen Prozessen. Referenzen reichen von mittelständischen Produktionsunternehmen bis zu internationalen Betrieben. Die Wirtschaftlichkeit steigt mit der Anzahl der Fahrzeuge und der Komplexität der Prozesse.

Ihre Fahrer kennen das Lager. Das System sollte es auch kennen.

Sprechen Sie mit uns, wir zeigen Ihnen, wie andere Unternehmen Einarbeitungszeiten mit identpro auf ein Minimum reduziert haben.

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