Warehouse Execution System

Wie kann ich SAP EWM® mit weniger Scanaufwand betreiben?  

Warum ist manuelles Scannen die größte Schwachstelle in jedem SAP-Projekt?

Gibt es Möglichkeiten, SAP EWM® ohne manuelles Scannen zu betreiben? 

Ja, aber die Antwort hängt davon ab, wie tief das Problem sitzt.

Wer gelegentlich Scanfehler hat, hat ein Schulungsproblem. Wer dauerhaft mit Bestandsdifferenzen, falschen Buchungen und Suchfahrten kämpft, hat ein strukturelles Problem: SAP EWM® ist auf manuelle Scans angewiesen und jeder Scan ist eine potenzielle Fehlerquelle. Das lässt sich nicht mit strengeren Scanpflichten oder mehr Kontrolle lösen, sondern nur indem man den Scan aus dem Prozess herausnimmt.

Welche Möglichkeiten gibt es, den Scanaufwand in SAP EWM® zu reduzieren?


Scanpflichten vereinfachen und bündeln

Der einfachste organisatorische Eingriff: Buchungsschritte zusammenfassen, Scanpunkte reduzieren, Prozesse vereinfachen. Kosten: gering. Wirkung: begrenzt. SAP EWM® arbeitet auf Handling-Unit-Ebene und braucht granulare Buchungen. Wer Schritte weglässt, verliert Transparenz. Das Grundproblem bleibt: Jeder verbleibende Scan ist weiterhin eine Fehlerquelle.


RFID als Scan-Ersatz

RFID-Tags an Paletten und Stellplätzen ermöglichen automatische Buchungen ohne aktiven Scanvorgang. Weniger manueller Aufwand, weniger Scanfehler. Aber: RFID erfordert Infrastrukturinvestitionen, ist anfällig für Störungen durch Metall und Feuchtigkeit und funktioniert nicht in allen Lagerumgebungen zuverlässig. Besonders in Außenlagern, Chemielagern oder bei unverpackten Gütern stößt RFID schnell an seine Grenzen.


LiDAR-basierte Echtzeit-Erfassung mit WES

Ein Warehouse Execution System (WES) mit LiDAR-Sensorik erfasst alle Warenbewegungen automatisch, ohne dass ein Fahrer einen Barcode scannen oder einen Knopf drücken muss. Das System weiß zu jedem Zeitpunkt, auf den Zentimeter genau, wo sich welche Palette befindet und welche Bewegung gerade stattfindet. Diese Daten fließen automatisch und bidirektional in SAP EWM® zurück: kein manueller Zwischenschritt, kein Übertragungsfehler, keine Zeitverzögerung. Kein Scan = kein Scanfehler.

Was kostet manuelles Scannen in SAP EWM® wirklich?

Im Alltag fühlt sich der Scanaufwand wie ein unvermeidlicher Teil des Lagerbetriebs an. In der Summe ist er ein erheblicher Kostenfaktor, besonders in SAP EWM®-Umgebungen, die auf granulare Buchungen angewiesen sind.

  • Scanfehler und ihre Folgen: Manuelles Barcode-Scanning ist strukturell fehleranfällig. Dies beinhaltet beschädigte Etiketten, instabiles WLAN, Zeitdruck und vergessene Buchungen sorgen dafür, dass ein erheblicher Teil aller Warenbewegungen falsch oder gar nicht erfasst wird. In SAP EWM führt das direkt zu falscher Disposition, Suchfahrten und Lieferverzögerungen.
  • Bereinigungsaufwand: Jede fehlerhafte Buchung in SAP® muss manuell korrigiert werden. Je komplexer das EWM-Setup, desto teurer jede Korrektur: in Zeit, in Personalaufwand und in IT-Kosten.
  • Erhöhter Aufwand bei der Migration: Wer von SAP WM® auf EWM wechselt, erwartet Verbesserung. Was viele erst im laufenden Betrieb merken: EWM fordert mehr Buchungsschritte als WM. Der Scanaufwand steigt deutlich.
  • Fachkräftemangel als Verstärker: Jede Stunde, die ein Staplerfahrer mit Scannen verbringt, ist eine Stunde, die er nicht für wertschöpfende Transporte nutzen kann. In Zeiten von Personalmangel ist das besonders teuer.

SAP EWM® plant. Das WES sorgt dafür, dass die Daten stimmen.

Das Ergebnis ist ein SAP®, dem Ihre Disponenten wieder vertrauen können.

SAP EWM® ohne Scannen: Wie das in der Praxis funktioniert

Das identpro Warehouse Execution System (WES) setzt direkt zwischen SAP EWM® und dem physischen Lager an. SAP EWM® gibt die Anweisungen: was gelagert, bewegt und ausgeliefert werden soll. Das WES übernimmt die Ausführung: Es empfängt die Aufträge aus EWM, verteilt sie intelligent auf die verfügbare Flotte und erfasst jede Warenbewegung automatisch über LiDAR-Sensorik mit einer Genauigkeit von ±5 cm.

Das Ergebnis fließt bidirektional zurück in SAP EWM®, über Standardschnittstellen wie SAP® IDoc, OData und REST, ohne Eigenentwicklung, ohne Infrastrukturumbau. SAP® bekommt in Echtzeit die Daten, die es für verlässliche Planung und Disposition braucht. Ohne einen einzigen manuellen Scan.

Die Einführung erfordert keine baulichen Maßnahmen. Bestehende Flurförderzeuge werden per IoT-Kit nachgerüstet. Das System läuft als SaaS-Lösung in der Cloud und ist kompatibel mit SAP ECC® sowie SAP S/4HANA®, sowohl mit embedded EWM als auch mit decentralized EWM.

Scan-freies SAP EWM®: Das sagen andere Unternehmen

Refresco – Getränkeindustrie

Refresco betreibt an seinem größten deutschen Standort in Erftstadt SAP EWM® in Kombination mit dem identpro WES. Zuvor lief der Standort auf SAP WM® mit Handscannern. Mit allen bekannten Problemen: Scanfehler, Leerfahrten, eingeschränkte Transparenz.

Nach der Einführung des scan-freien WES transportiert Refresco weit über 25 % mehr Paletten mit unveränderter Flotte. Die Leerfahrtenquote sank um 50 %. Buchungen erfolgen vollautomatisch, ohne einen einzigen manuellen Scan im laufenden Betrieb.

Warsteiner – Brauerei & Getränkeindustrie

Warsteiner setzt das identpro WES an zwei Standorten in Kombination mit SAP EWM® ein. Ziel war scan-freier Werksverkehr zwischen den Standorten Warstein und Paderborn sowie eine deutliche Vereinfachung des Leerguthandlings.

Heute erfolgen alle Rückmeldungen an SAP EWM® vollautomatisch. Für die Leergutvereinnahmung, die vorher mehrere Scanschritte erforderte, genügen heute vier Klicks am Staplerterminal oder gar kein Scan mehr.

Häufige Fragen zu SAP EWM® und scan-freiem Betrieb

Ja, aber aus Erfahrung empfehlen wir eine gestaffelte Einführung. Technisch ist es möglich, WES und SAP EWM® gleichzeitig einzuführen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass Mitarbeiter vor Ort sich schwertun, wenn sie zwei neue Systeme gleichzeitig erlernen müssen. Wer das WES vor der SAP-EWM®-Einführung implementiert, gibt seinem Team Zeit, sich an die digitale Steuerung zu gewöhnen und startet den EWM-Rollout mit einer bereits eingespielten Belegschaft und einer sauberen Datenbasis. Wer das WES danach einführt, schließt die Datenlücken, die im laufenden EWM-Betrieb sichtbar werden. Beide Reihenfolgen funktionieren.

Ja. Die Integration erfolgt über Standardschnittstellen wie SAP® IDoc, OData und REST. Es bedarf keiner Eigenentwicklung oder einem Systemwechsel. Das WES ergänzt das bestehende EWM um die Echtzeit-Ebene, die bislang fehlt. Bestehende Prozesse, Lagerplätze und Stammdaten bleiben unverändert.

RFID erfordert Tags an jeder Palette und Infrastruktur im Lager. Es ist störanfällig bei Metall, Feuchtigkeit und dichten Lagerumgebungen. Die LiDAR-Lösung von identpro benötigt weder Tags an der Ware noch Infrastruktur im Lager. Die Sensorik sitzt am Flurförderzeug und erfasst Bewegungen automatisch, unabhängig vom Verpackungsmaterial, der Lagerbedingungen und der Umgebung.

Ja. Die LiDAR-basierte Lokalisierung funktioniert sowohl in geschlossenen Hallen als auch im Außenbereich, unabhängig von Lichtverhältnissen, Witterung oder Temperatur. Gerade für Lager mit gemischten Umgebungen ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber RFID und Barcode-Systemen.

SAP EWM® kann nur so gut sein wie die Daten, die es bekommt.

Manuelles Scannen ist keine verlässliche Datenquelle, es ist eine strukturelle Schwachstelle. Sprechen Sie mit uns darüber, wie Sie ihr Lager scan-frei betreiben.

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